TAFEL XI

DER SCHLÜSSEL FÜR DARÜBER UND DARUNTER


Hört, und horcht, O Kinder von Khem, auf die Worte die ich gebe die euch zum Licht bringen werden. Ihr wisst, O Menschen, dass ich eure Väter kannte, jawohl, eure Väter in einer Zeit die schon lange her ist. Unsterblich bin ich durch all die Zeitalter gewesen, und lebte unter euch seit euer Wissen begann. Euch aufwärts zum Licht der Großen Seele führend, habe ich es immer angestrebt, euch aus der Dunkelheit der Nacht herauszuziehen.

Wisset ihr, O Leute unter denen ich wandle, dass ich, Thoth, alles von dem Wissen habe, und alles von der Weisheit, die dem Menschen seit den antiken Tagen bekannt ist. Ich bin Bewahrer gewesen von den Geheimnissen der großen Rasse, Halter des Schlüssels der ins Leben führt. Ich bin Erzieher für euch gewesen, O meine Kinder, selbst aus der Dunkelheit des Alten der Tage. Hört jetzt, auf die Worte meiner Weisheit, hört jetzt, auf die Botschaft die ich bringe. Hört jetzt das Wort das ich euch gebe, und ihr werdet aus der Dunkelheit zum Licht erhoben. {Anm. d. Übers.: Die Bedeutung des Ausdrucks "des Alten der Tage" (im Orig. of the Ancient of Days), manchmal auch mit Hochbetagter übersetzt, bezieht sich in der Bibel (im Buch Daniel 7,9), wie auch im Kevatta Sutta (einer buddhistischen Schrift) auf den Schöpfer.}

Fern in der Vergangenheit, als ich zuerst zu euch kam, fand ich euch in Felsenhöhlen vor. Ich hob euch mittels meiner Macht und Weisheit an, bis ihr als Menschen unter Menschen geleuchtet habt. Jawohl, ich fand euch ohne jedes Wissen, nur ein bisschen wart ihr über Tiere erhoben. Ich fachte immer den Funken eures Bewusstseins an, bis ihr schließlich als Menschen aufgeflammt seid.

Jetzt werde ich zu euch von Wissen sprechen, dessen Alter jenseits der Vorstellung eurer Rasse ist. Erkennt dass wir von der Großen Rasse, Wissen hatten und haben, das weiter ist als das der Menschen. Wir erlangten Weisheit von den Stern-Geborenen Rassen, Weisheit und Wissen weit jenseits der des Menschen. Hinunter zu uns stiegen Meister der Weisheit herab, genauso weit über uns wie ich es von euch bin. Hört, jetzt während ich euch Weisheit gebe, gebraucht sie und ihr werdet frei sein.

Erkennt dass in der Pyramide die ich erbaute die SCHLÜSSEL sind die euch den WEG ins Leben zeigen werden; jawohl, zieht eine Linie vom großen Standbild {der Sphinx}, das ich erbaute, zur Spitze der Pyramide, die als Pforte erbaut wurde. Zieht eine weitere gegenüberliegend im gleichen Winkel und in gleicher Richtung, grabt und findet das was ich verborgen habe. Dort werdet ihr den unterirdischen Eingang finden, zu den Geheimnissen die verborgen wurden bevor ihr Menschen wart.

Ich erzähle euch jetzt vom Mysterium der Zyklen, die sich in Bewegungen bewegen die für das Endliche fremd sind, denn sie sind unendlich über dem Wissen des Menschen. Erkennt dass es neun der Zyklen gibt, jawohl, neun darüber und vierzehn darunter; die sich in Harmonie zum Ort der Vereinigung bewegen, welcher in der Zukunft der Zeit existieren wird. Erkennt dass die HERREN der ZYKLEN Bewusstseinseinheiten sind, die von den anderen gesendet wurden um DIES mit dem ALLEM zu vereinigen. SIE sind die Höchsten vom Bewusstsein von all den ZYKLEN, und arbeiten in Harmonie mit dem GESETZ. SIE wissen, dass mit der Zeit sich alles vollenden wird, mit nichts darüber und nichts darunter, nur alles EINS in einer vollendeten Unendlichkeit, einer Harmonie von allen in der EINSHEIT des ALLEM.

Tief unter der Oberfläche der Erde in den HALLEN von AMENTI, sitzen die Sieben, die HERREN der ZYKLEN, jawohl, und ein anderer, der Herr von darunter. Erkennt jedoch, dass dort in der Unendlichkeit weder darüber noch darunter ist. Doch dort ist immer, und soll immer sein. EINSHEIT des ALLEM wenn alles vollendet ist. Oft bin ich zu den HALLEN von AMENTI gereist, oft habe ich vor den HERREN des ALLEM gestanden. Oft habe ich am Quell ihrer Weisheit getrunken, und füllte sowohl meinen Körper wie auch meine Seele mit ihrem Licht.

Sie sprachen zu mir und erzählten mir von Zyklen, und dem GESETZ das ihnen die Möglichkeit gibt zu existieren. Jawohl, zu mir sprach der HERR der NEUN, und sagte: "O Thoth, groß unter den Kindern der Erde bist du doch es existieren Mysterien von denen du nichts weißt. Du weißt dass du von einer Raum-Zeit unterhalb dieser kamst, und weißt du wirst zu einer Raum-Zeit darüber reisen; doch wenig weißt du von den Mysterien innerhalb von ihnen, wenig weißt du von der Weisheit darüber. Wisse du, dass du, als Ganzes in diesem Bewusstsein, nur eine Zelle bist im Wachstumsprozess.

"Das Bewusstsein unter dir erweitert sich ständig, in einer unterschiedlichen Art & Weise von der dir bekannt ist. Jawohl, wenngleich es in Raum-Zeit unter dir ist, wächst es ständig in einer Art & Weise, die sich von der unterscheidet, die Bestandteil deiner eigenen Art & Weise war. Denn wisse dass es als Folge deines Wachstums wächst, aber nicht auf die gleiche Weise wie du gewachsten bist. Das Wachstum das du hattest, und in der Gegenwart hast, hat eine Ursache und Wirkung ins Dasein gebracht. Kein Bewusstsein folgt dem Pfad derjenigen vor ihm, sonst würde alles Wiederholung sein und vergeblich. Jedes Bewusstsein folgt, im Zyklus in dem es existiert, seinem eigenen Pfad zum ultimativen Ziel. Jedes spielt beim Plan des Kosmos seine Rolle; jedes spielt beim ultimativen Ende seine Rolle. Je weiter der Zyklus, umso größer sein Wissen und seine Fähigkeit das Gesetz des Ganzen ineinander übergehen zu lassen.

"Erkenne du, dass du in den Zyklen unter uns die kleineren Teile des Gesetzes bearbeitest, während wir vom Zyklus der sich zur Unendlichkeit erstreckt von deinem Streben nehmen, und größeres Gesetz bauen.

"Jeder hat seine eigene Rolle in den Zyklen zu spielen, jeder hat seine Arbeit zu vollenden, auf seine Weise. Der Zyklus unter dir, ist jedoch nicht unter dir, sondern nur für ein Bedürfnis geformt das existiert. Denn erkenne du, dass der Urquell der Weisheit, der die Zyklen hervorbringt, sich ewiglich bemüht um neue Kräfte zu erlangen. Du weißt dass Wissen nur durch Übung erlangt wird, und dass Weisheit nur aus Wissen hervorkommt, und daher werden die Zyklen mittels Gesetz geschaffen. Mittel sind sie für das Erlangen des Wissens, für die Ebene des Gesetzes das die Quelle von dem ALLEM ist. Der Zyklus darunter ist nicht wahrlich darunter sondern ist in Raum und in Zeit nur unterschiedlich. Das Bewusstsein dort, arbeitet und es erprobt weniger bedeutende Dinge, als jene woran du arbeitest; und wisse, genauso wie du an Größerem arbeitest, so sind über dir jene, die ebenso wie du arbeiten, jedoch an anderen Gesetzen. Der Unterschied der zwischen den Zyklen besteht, liegt einzig in der Fähigkeit mit dem Gesetz zu arbeiten. Wir, welche Dasein in den Zyklen über dir haben, sind jene welche zuerst aus der Quelle hervorkamen, und haben, bei der Passage durch Zeit-Raum, Fähigkeiten erlangt um Gesetze des Größeren zu nutzen, die weit über dem Begriffsvermögen des Menschen stehen. Nichts ist dort, das wirklich unter dir ist, sondern nur eine andere Funktionsweise von Gesetz.

"Schau du darüber, oder schau du darunter, das Gleiche wirst du finden, denn alles ist nur Bestandteil der Einsheit die an der Quelle des Gesetzes ist. Das Bewusstsein unter dir ist Bestandteil deines eigenen, da wir ein Teil von deinem sind.

"Du, als ein Kind hattest nicht das Wissen das zu dir kam als du ein Mensch wurdest. Vergleiche du die Zyklen mit dem Menschen bei seiner Reise von der Geburt bis zum Tod, und sehe beim Zyklus unter dir, das Kind mit dem Wissen welches er hat, und sehe selbst wie das Kind älter wurde, und im Verlauf der Zeit Wissensfortschritte machte, sehe, auch, WIR, wuchsen wie das Kind zum Mannesalter, mit dem Wissen und der Weisheit die mit den Jahren kamen. Somit, O Thoth, sind auch die Zyklen des Bewusstseins, Kinder in unterschiedlichen Wachstumsstadien, jedoch alle von der einen Quelle, der Weisheit, und alle kehren wieder zur Weisheit zurück." Dann hörte ER auf zu sprechen, und saß in der Stille die zu den HERREN kommt. Dann sprach ER erneut zu mir, und sagte: "O Thoth, lange haben WIR in Amenti gesessen, und die Flamme des Lebens in den Hallen bewacht. Jedoch wisse, wir sind dennoch Bestandteil unserer Zyklen, mit unserer Vision {Sicht} die zu ihnen und darüber hinaus reicht. Jawohl, wir wissen dass von allem, nichts anderes wichtig ist, außer dem Wachstum das wir mit unserer Seele erlangen können; wir wissen das Fleisch vergänglich ist, die Dinge die für Menschen als großartig gelten sind nichts für uns. Die Dinge die wir anstreben sind nicht vom Körper, sondern sind nur der vollendete Zustand der Seele. Wenn ihr, als Menschen, lernen könnt dass am Ende nur noch der Fortschritt der Seele gelten kann, dann seid ihr wahrlich frei von aller Gebundenheit, frei um in einer Harmonie von Gesetz zu arbeiten.

"Wisse, O Mensch, du solltest Vollkommenheit anvisieren, denn nur so kannst du das Ziel erreichen. Wenngleich du wissen solltest dass nichts vollkommen ist, sollte es dennoch deine Absicht und dein Ziel sein." Erneut hörte die Stimme der Neun auf, und die Worte saßen in meinem Bewusstsein. Jetzt, suche ich immer mehr Weisheit dass ich vollkommen werden kann im Gesetz mit dem allem.

Bald gehe ich hinunter zu den Hallen von Amenti, um unter der kalten Blume des Lebens zu leben. Ihr, die ich euch unterrichtet habe, werdet mich nie mehr sehen, dennoch lebe ich, für immer, in der Weisheit die ich lehrte.

All das was der Mensch ist, ist aufgrund seiner Weisheit, all das was er sein wird ist das Resultat seiner Ursache.

Hört, jetzt auf meine Stimme und werdet größer als der gewöhnliche Mensch. Erhebt eure Augen aufwärts, lasst Licht euer Wesen erfüllen, seid immer Kinder des Lichts. Nur durch Bemühen werdet ihr aufwärts wachsen zur Ebene wo Licht das All von dem Allem ist. Sei du der Meister von allem was dich umgibt, sei niemals beherrscht durch die Effekte deines Lebens. Dann erschaffe immer vollkommenere Ursachen, und mit der Zeit wirst du eine Sonne des Lichts sein.

Frei, lass deine Seele hochsteigen, immer aufwärts, frei von der Gebundenheit und den Fesseln der Nacht. Erhebe deine Augen zur Sonne im Himmelsraum, denn du, lässt sie ein Symbol des Lebens sein. Wisse dass du das Große Licht bist, in deiner eigenen Sphäre vollkommen, sobald du frei bist. Schau niemals in die Schwärze hinein, erhebe deine Augen zum Raum darüber, frei lass dein Licht aufwärts flammen, und du wirst ein Kind des LICHTS sein.